Audit Risikomanagement

Audit im Risikomanagement: Schwachstellen aufdecken und Optimierungspotenziale nutzen

Ein Audit im Risikomanagement ist ein systematischer Prozess zur Überprüfung, Bewertung und Verbesserung der bestehenden Risikomanagement-Praktiken in einem Unternehmen. Ziel ist es, Schwachstellen zu identifizieren, Risiken effektiver zu steuern und die Resilienz des Unternehmens zu erhöhen. In diesem Leitfaden erfährst du, wie ein Audit im Risikomanagement funktioniert, welche Schwachstellen häufig auftreten und wie Unternehmen ihre Optimierungspotenziale bestmöglich nutzen können.

1. Warum ist ein Audit im Risikomanagement wichtig?

Ein gut durchgeführtes Audit bringt zahlreiche Vorteile:

  • Erkennt Schwachstellen frühzeitig – Risiken werden proaktiv gemanagt, bevor sie zu Problemen führen.
  • Verbessert die Compliance – Unternehmen erfüllen regulatorische Anforderungen (z. B. ISO 31000, Datenschutzrichtlinien).
  • Erhöht die Effizienz – Prozesse im Risikomanagement werden optimiert und transparenter gestaltet.
  • Stärkt die Unternehmensresilienz – Organisationen sind besser auf Krisen vorbereitet.
  • Reduziert finanzielle und operative Risiken – Risiken, die zu Verlusten oder Produktionsausfällen führen könnten, werden minimiert.

Beispiel:
Ein Unternehmen mit einem unzureichenden Risikomanagement-System erkennt durch ein Audit, dass keine klare Cybersecurity-Strategie vorhanden ist. Nach der Optimierung führt das Unternehmen regelmässige Penetrationstests und Sicherheitsupdates durch, um Cyberangriffe zu vermeiden.

2. Ablauf eines Risikomanagement-Audits

1. Vorbereitung & Planung

  • Festlegen des Audit-Ziels (z. B. Überprüfung der Risikoanalyse, Compliance-Konformität)
  • Definition des Audit-Teams (internes oder externes Audit)
  • Festlegung des Prüfumfangs (z. B. gesamte Organisation oder spezifische Abteilungen)
  • Sammeln von relevanten Dokumenten (Risikoberichte, Massnahmenpläne, Audit-Protokolle)

2. Durchführung der Audit-Prüfung

  • Interviews & Befragungen von Mitarbeitenden & Führungskräften
  • Überprüfung der Risikomanagement-Dokumentation
  • Stichprobenkontrollen & Tests von Risikobewältigungsmassnahmen
  • Vergleich mit Best Practices & Standards (z. B. ISO 31000, ONR 49001, COSO ERM)

3. Identifikation von Schwachstellen

  • Wo gibt es fehlende oder unklare Risikomanagement-Prozesse?
  • Gibt es unzureichende Dokumentation oder unvollständige Risikoanalysen?
  • Sind kritische Risiken nicht ausreichend überwacht oder bewertet?
  • Gibt es unrealistische oder fehlende Notfallpläne?

4. Optimierungspotenziale ableiten

  • Entwicklung von Massnahmenplänen zur Risikominimierung
  • Einführung von automatisierten Tools & Software für eine effizientere Risikoüberwachung
  • Schulungen für Mitarbeitende zur Verbesserung der Risikokultur
  • Integration von regelmässigen Audits & Berichten für eine kontinuierliche Verbesserung

5. Umsetzung & Nachverfolgung

  • Umsetzung der empfohlenen Massnahmen
  • Monitoring & Erfolgsmessung der umgesetzten Verbesserungen
  • Regelmässige Wiederholung des Audits, um den Fortschritt zu messen

3. Stärken-/ Schwächenprofil. Eine wertvolle Audit-Resultatübersicht

Das Stärken-/ Schwächenprofil ist die grafische Auswertung der Standortbestimmung bezüglich Risikomanagement bzw. Risikomanagement System und Internes Kontrollsystem (IKS). Die Gliederung des Stärken-/ Schwächenprofils nach Prüfungspunkten wird entsprechend dem Audit-Fokus angepasst. Sie erhalten damit eine wertvolle Audit-Resultatübersicht, welche zur Massnahmenliste mit Optimierungen referenziert.

Audit-Berichte sind Grundlagen für Entscheidungen. Die oberste Leitung soll im Rahmen der Management Bewertung zu Auditergebnissen eine Entscheidungen fällen können. Im Umkehrschluss muss der Audit-Bericht Risikomanagement somit aussagekräftig und transparent sein.

Der Audit Bericht Risikomanagement ist keine detaillierte Beschreibung des Audit-Verlaufs und auch keine Zusammenfassung von Gesprächen. Die Resultate stehen im Mittelpunkt.

Das Management möchte wissen, wo Handlungsbedarf besteht und wie die Einschätzung der Auditoren / Experten lautet. Dementsprechend startet der Audit-Bericht mit dem Stärken-/ Schwächenprofil mit einem Management Summary. Dieses sollte kurz und aussagekräftig sein. Als sehr hilfreich hat sich in jedem Fall die Verwendung des Stärken-/ Schwächenprofils erwiesen.

4. Optimierungspotenziale im Risikomanagement

  • Technologie nutzen: Einführung von Risikomanagement-Software zur Überwachung und Bewertung von Risiken in Echtzeit
  • Prozessoptimierung: Automatisierte Workflows für Risikobewertung und -dokumentation
  • Kultureller Wandel: Förderung einer offenen Risikokultur, um Risiken frühzeitig zu erkennen
  • Regelmässige Schulungen: Sensibilisierung der Mitarbeitenden für aktuelle Risiken & Best Practices
  • Externe Experten hinzuziehen: Risikomanagement-Coaching für eine objektive Einschätzung und Verbesserung

So bewerten Sie Risiken mit smarten Tools und Vorlagen

Risikomanagement Fachbroschüren

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