Business Continuity Strategie erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Business Continuity Strategie erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Jede Sekunde zählt, wenn eine Krise eintritt! Sei es durch Cyberangriffe, IT-Ausfälle, Naturkatastrophen, Lieferkettenprobleme oder eine Pandemie – Unternehmen, die keine Business Continuity Strategie (BCS) haben, riskieren Betriebsausfälle, finanzielle Verluste und langfristige Reputationsschäden.

Doch wie erstellt man eine effektive Business Continuity Strategie? Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung!

Business Continuity Strategie (BCS) - 4 Entwicklungsphasen

Die 4 Phasen der Business Continuity Strategie (BCS) Entwicklung beschreiben einen Rahmen für die Entwicklung der BCS. Der Ansatz beginnt mit der Ermittlung der Anforderungen für die Geschäfts-Wiederherstellung und endet mit einer Reihe von Wieder­herstellungsoptionen (Recovery Optionen) für die BCS. Innerhalb dieses Rahmens werden verschiedene Wiederher­stellungs­optionen als mögliche Lösungen zur Bewältigung der Anforderungen an die Wiederherstellung betrachtet.

Im Be­reich der ICT-Systeme und der Infrastruktur umfassen potenzielle Wiederherstellungsoptionen beispiels­weise eine Hot Site, eine Cold Site oder eine Warm Site Lösung. Diese Optionen haben im Allgemeinen unterschiedliche Wiederherstellungszeiten, Kosten und Funktionen. 

Der BCS-Entwicklungsrahmen besteht aus vier Phasen:

  • Phase A:   Identifizierung der Wiederherstellungsanforderungen
  • Phase B:   Identifizierung der Wiederherstellungsoptionen
  • Phase C:   Verfügbarkeitsbewertung
  • Phase D:   Kosten-Nutzen-Bewertung.

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Phase A: Identifizierung der Wiederherstellungsanforderungen

Diese Phase identifiziert die Wiederherstellungsanforderungen, die von der BCS behandelt werden sollen. Phase A besteht aus fünf Schritten, wie die Abbildung zeigt.

Die Anforderungen werden in erster Linie aus der Business Impact Analyse (BIA) abgeleitet bzw. identifiziert. Die typischsten fünf üblichen Wieder­her­stel­lungs­-Kategorien sind:

  • Arbeitsbereiche
  • ICT-Systeme eine Infrastruktur
  • Herstellung/ Fabrikation und Produktion
  • Daten und kritische / lebenswichtige Aufzeichnungen bzw. Backups
  • Personal (Schlüsselpersonen)

Phase B: Identifizierung der Wiederherstellungs-Optionen

Das Ziel von Phase B besteht darin, verfügbare Wiederherstellungsoptionen für die Wiederherstellungs­anforderungen in Phase A zu ermitteln. Wie in der Abbildung dargestellt, ist diese Phase in mehrere Schritte unterteilt, die jeweils einem bestimmten Wiederherstellungsbereich zugeordnet sind. Diese Schritte identi­fizieren Wiederherstellungsoptionen, die für die Anforderungen in Bezug auf ihre Wiederherstellungs­bereiche verfügbar sind.

Phase C: Bewertung der erwarteten Verfügbarkeitszeit (EVZ)

Der Zweck dieser Phase besteht darin, die Verfügbarkeit der Wiederherstellungsoptionen der Phase B durch eine Bewertung der erwarteten Verfügbarkeitszeit (EVZ) der in den Optionen angegebenen Ressourcen zu bestimmen. Für jede Option umfasst diese Bewertung drei Hauptschritte:

  • Schritt 1:  Bewertung EVZ der Ressourcen.
  • Schritt 2:  Vergleichen EVZ mit den Anforderungen an die Wiederherstellungszeit - maximal tolerierbare Unterbrechungsdauer (MTPD), Wiederherstellungszeitziele (RTO) und Ziel der Wiederherstellungszeit (WHZ).
  • Schritt 3:  Wählen Sie die Wiederherstellungsoption als funktionsfähig, wenn ihre EVZ die Anforde­rungen an die Wiederherstellungszeit erfüllt.

Phase D: Bewertung Kosten und Nutzen

Die Wiederherstellungsoptionen, die die Anforderungen an die Wiederherstellungszeit in Phase C erfüllen, werden in Phase D weiter analysiert und verglichen. Der Zweck dieser Analyse und des Vergleichs besteht darin, die Optionen auszuwählen, die die Wiederherstellungskosten und die Kapazitätsanforderungen am besten erfüllen. Die ausgewählten Optionen werden Teil der Business Continuity Strategie.

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