IT Risikoanalyse

IT Risikoanalyse leicht gemacht: So gehen Sie systematisch vor

In einer digitalen Welt voller Cyber-Bedrohungen ist eine IT Risikoanalyse (IT Risk Assessment) unverzichtbar. Sie hilft Unternehmen, potenzielle Gefahren in der IT-Infrastruktur zu erkennen, ihre Auswirkungen zu bewerten und effektive Massnahmen zur Risikominimierung zu entwickeln.

Doch wie geht man dabei vor? Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um die IT Risikoanalyse einfach und systematisch durchzuführen.

Schritt 1: IT-Risiken identifizieren

Bevor man Risiken bewerten kann, muss man sie kennen. Analysieren Sie alle digitalen Assets, Systeme und Prozesse in Ihrem Unternehmen.

Typische IT-Risiken:

  • Cyberangriffe (z. B. Phishing, Ransomware, DDoS-Attacken)
  • Datenlecks und Datenschutzverstösse
  • Systemausfälle und Hardware-Defekte
  • Menschliche Fehler und Insider-Bedrohungen
  • Veraltete Software und fehlende Updates

Tipp: Erstellen Sie eine vollständige Inventarliste aller IT-Ressourcen (Netzwerke, Server, Cloud-Dienste, Endgeräte).

IT Risikoanalyse Fachbroschüren

2. Durchführung einer IT Risikoanalyse in fünf Schritten

Um eine möglichst gute und objektive IT Risikobewertung zu erhalten, wir eine IT Risikoanalyse mit Vorteil in folgenden fünf Schritten erarbeitet:

  • Vorbereitung IT Risikoanalyse: Risk Scoping, Systemabgrenzung, Risikoidentifizierung, Risikosystematisierung, Risiokategorien, verschiedene Metriken, Risiko-Massstäbe.
  • Kick-off Meeting: Information an Teilnehmende der IT Risikoanalyse, Aufträge und Auftragserteilung, Erläuterung IT Risk Self Assessment Tool.
  • Durchführung IT Risk Self Assessment RSA (Risikoselbsteinschätzung): Versand RSA Tool, Durchführung RSA durch Teilnehmende an der IT Risikoanalyse.
  • Auswertung der IT Risk Self Assessment Resultate: Zusammenführung der RSA Resultate, Errechnung von Medianen und Varianzen.
  • Durchführung IT Team Risk Assessment Workshops: Objektive Risikoeinschätzung, Risikoaggregation, Identifizierung der Top IT Risiken, Erstellung der verschiedenen, zielgruppengerechten IT Risikoportfolios (Risikografiken).

So bewerten Sie IT Risiken mit smarten Tools und Vorlagen

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Methodik, Risikometriken und Risikomassstäbe

IT Risikometriken und Risikomassstäbe sind entscheidend

IT Risiken sollten qualitativ möglichst gut beschrieben werden

IT Risiken sollten qualitativ möglichst gut beschrieben werden. Traditionelle Risikobewertungen beschreiben das Risiko mit Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadeausmass. Die Eintrittswahrscheinlichkeit  ist ein "statistischer Häufigkeitswert der Vergangenheit" mit welchem bestenfalls die Vergangenheit und nur sehr schwer die heutigen und zukünftigen Risiken beurteilen kann. Meist fehlen statistische Werte zu den Ereignissen, weshalb die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit selbst zur grossen Unsicherheit und damit zum Risiko wird. Besser ist, wenn die IT Risiken mit mehrere Risikoparametern und Risikometriken bzw. Risikomassstäbe beschrieben werden. Beispiele dazu sind:

  • Schadenausmass quantitativ,
  • Schadenausmass qualitativ,
  • Ereignisdetektion,
  • Ereignisbewältigung,
  • IT Risikoverantwortung/-zuordnung,
  • IT Risikowahrnehmung,
  • Compliance,
  • Verlust Geschäftssteuerung.
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