internes kontrollsystem, iks, interne kontrolle

Internes Kontrollsystem

Internes Kontrollsystem (IKS) und Methaper "Three Lines of Defence"

Internes Kontrollsystem

Eine unternehmensweite, sicherheits- und risikoorientierte, interne Kontrolle leistet einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Geschäftserfolge. Die Interne Kontrolle besteht nicht nur aus Handbüchern, Verfahren und Unterlagen, sondern sie wird von Menschen umgesetzt. Im Hinblick auf eine wirksame interne Kontrolle werden folgende Ziele in drei Kategorien unterteilt:

(A) Operationelle Kontrollziele
Die Umsetzung der strategischen Ziele des Unternehmen, die Risikobewältigung sowie der optimale Einsatz der Ressourcen. «Operationell» ist hier nicht als Gegensatz zu «strategisch» zu verstehen, sondern bezieht sich auf die fachlichen Unternehmensziele. Die Realisierung der operationellen Ziele hängt nicht immer nur vom Willen eines Geschäftsbereichs bzw. einer Abteilung ab. Kein IKS kann Fehleinschätzungen oder Fehlentscheide ausschliessen. Auch äussere Umstände können daran schuld sein, dass bestimmte Ziele nicht erreicht werden können. Als Frühwarnsystem kann das IKS den Führungskräften allenfalls eine angemessene Sicherheit bieten, indem sie rechtzeitig über externe oder interne Vorkommnisse informiert wird, welche die Zielerreichung gefährden. Das ist die Aufgabe der periodischen Risikoanalyse, die jede Abteilug durchzuführen hat.

(B) Finanzielle Ziele
Die Bereitstellung zuverlässiger, mit den geltenden Buchführungsnormen übereinstimmender Finanzinformationen sowie von Informationen für die Unternehmensführung. Normalerweise gewährleistet ein effizientes IKS mit angemessener Sicherheit eine gewisse Zuverlässigkeit der Finanzdaten. Die Erreichung dieser Ziele hängt von der Umsetzung der operationellen Tätigkeiten ab.

C) Konformitätsziele (Compliance)
Das Befolgen der geltenden Gesetze, Verordnungen und Reglemente durch den Geschäftsbereich bzw. die Abteilung. Dieses oft vernachlässigte Ziel ist einer der Gründe für den Beizug des internen Rechtsdienstes bei der Einführung eines IKS. Zahlreiche Gesetze und Verordnungen regeln die Geschäftstätigkeit und gelegentlich vermischen sich Konformitätsund operationelle Ziele. Die Risiken in diesem Bereich sind vielfältig und werden oft unterschätzt. Sie können aber, wie aktuelle Erfahrungen zeigen, grossen Schaden anrichten, sowohl in Bezug auf den Ruf des Unternehmens als auch was Haftpflichtforderungen anbelangt (z.B. Risiko der Aufsichtspflichtverletzung, Risiko der Verbreitung sensibler Personeninformationen, Korruptionsrisiko, Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzrisiken, usw.)

Methaper "Three Lines of Defence" im IKS und Compliance Kontext verstehen

Mit dem Three Lines of Defence Modell steht den Unternehmen ein Rahmenwerk zur Organisation einer effizienten Governance, Kontroll- und ComplianceStruktur zur Verfügung. "Die drei Verteidigungslinien" ist eine weit verbreitete Metapher für das Verständnis, wie Organisationen gemeinsam arbeiten sollten, um die breite Palette von Risiken zu bewältigen, denen ein Unternehmen begegnen kann. Das Three Lines of Defence Modell illustriert eine systematische Organisation der Akteure und Komponenten des internen Kontrollsystems (IKS), welches für das Compliance Management eine wesentliche Rolle spielt. Das Three Lines of Defence Modell stellt für die leitenden Unternehmensorgane eine Möglichkeit zur effizienten Wahrnehmung ihrer Funktionen und Verantwortlichkeiten dar. Es zeigt – wie der Name sagt – drei voneinander unabhängige Ebenen unterhalb der Unternehmensführung, die der Steuerung der Unternehmensrisiken dienen.

Risiko-Kontrollmatix

Internes Kontrollsystem Fachbroschüren

Fragen

Ihre Fragen werden durch unsere Experten gerne beantwortet

Sie haben ein Anliegen oder suchen fachliche Unterstützung? Gerne helfen wir weiter.

Newsletter

Neuigkeiten nicht verpassen

Verpassen Sie weder News noch fachliche Neuheiten, die wir unseren treuen Abonnenten vorbehalten.

 
Ihre E-Mail-Adresse wird nur dazu genutzt, Ihnen unseren Newsletter und Informationen über unsere Tätigkeiten zu senden. Ihnen steht jederzeit der Abmeldelink zur Verfügung, den wir in jede gesendete E-Mail einfügen.

Internes Kontrollsystem / COSO Modell

Arbeitsschritt für den Aufbau und die Einführung eines Internen Kontrollsystems

Konzeption und Implementierung eines Internen Kontrollsystems

Bei der Konzeption und Implementierung eines Internen Kontrollsystems sind vor allem die Wechselwirkungen zwischen den jeweiligen Grundelementen zu berücksichtigen. Folgende Arbeitsschritte sind nach dem COSO Modell notwendig:

  • Kontrollumfeld schaffen,
  • Prozess definieren,
  • Risikoanalyse durchführen,
  • Kontrollpunkt / Prozess definieren,
  • Kontrolltätigkeiten beschreiben,
  • Risiko-Kontroll Matrix erstellen,
  • Verantwortung/ Zuordnung,
  • Information / Kommunikation / Schulung,
  • Aufsicht / IKS Steuerungsaufgaben,

IKS Wirksamkeit

Folgende Kriterien zur Überprüfung der IKS-Wirksamkeit sind denkbar:

  • K1 "Unzuverlässig": Keine oder praktisch keine Internen Kontrollen. Unter Umständen sind bestehenden Kontrollen unzuverlässig.
  • K2 "Informell": Kontrollen vorhanden, jedoch nicht standardisiert. Nur selten oder nie durchgeführt. Stark von einzelnen Personen abhängig. Schulung oder Kommunikation findet keine statt.
  • K3 "Standardisiert": Einfache IKS-Abläufe definiert. Prozesse (Aktivitäten und Kontrollen) dokumentiert. Kontrollen rückverfolgbar. Kontrollen regelmässig an Risikoentwicklung angepasst. Mitarbeitende haben Basisausbildung erhalten.
  • K4 "Gesichert": Detaillierte Beschreibung der grundlegenden IKS-Abläufe vorhanden. Kontrolltätigkeit wird regelmässig überprüft und ist nachvollziehbar. Kontrolle laufend dem Risiko angepasst, Dokumentation aktualisiert. Jährlich IKS-Berichterstattung an die Geschäftsleitung. Kontrollaktivitäten standardmässig dokumentiert. IKS-Verantwortliche(r) koordiniert und überwacht Kontrolltätigkeiten.
  • K5 "Optimiert": IKS-Aktivitäten mit anderen Kontrollfunktionen harmonisiert. Risikomanagement und IKS sind ein integriertes System. Kontrollaktivitäten weitgehend automatisiert, Tools erlauben rasches Anpassen an veränderte Bedingungen.
RM Risk Management AG
Hertistrasse 25
8304 Wallisellen / Zürich
Schweiz
Tel. +41 44 360 40 40

Expertise

Risikomanagement seit über 35 Jahren
Risikomanagement seit über 35 Jahren

Produktunabhängige und neutrale Security & Risk Management Beratung

Folgen Sie uns:

Speichern
Benutzereinstellungen für Cookies
Wir verwenden Cookies, um sicherzustellen, dass Sie die beste Erfahrung auf unserer Website machen. Wenn Sie die Verwendung von Cookies ablehnen, funktioniert diese Website möglicherweise nicht wie erwartet.
Alle akzeptieren
Alle ablehnen
Weiter lesen
Unbedingt erforderliche Cookies
Diese Cookies sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass der Besucher in bestimmten Funktionen der Website navigieren und sie nutzen kann. Ohne sie können wesentliche Teile der Webseite nicht verwendet werden. Entsprechend sind diese Cookies immer aktiviert. Sie werden nur dann eingesetzt, wenn Sie unsere Website besuchen und werden in der Regel nach dem Schliessen Ihres Browsers gelöscht. Ausserdem werden sie verwendet, um bei Zugriff mit einem mobilen Gerät die optimierte Website-Darstellung abzurufen, damit z. B. Ihr Datenvolumen nicht unnötig verbraucht wird. Auch erleichtern die Cookies den Seitenwechsel von http zu https, sodass die Sicherheit der übertragenen Daten gewährleistet bleibt.
Marketing-Cookies
Marketing-Cookies werden genutzt, um gezielter für den Nutzer relevante und an seine Interessen angepasste Inhalte anzubieten. Sie werden ausserdem dazu verwendet, die Effektivität von Kampagnen zu messen und zu steuern. Sie registrieren z. B., ob man eine Webseite besucht hat oder nicht, sowie welche Inhalte genutzt worden sind. Mithilfe dieser Informationen wird ein Interessensprofil erstellt, sodass nur für Sie interessante Inhalte angezeigt werden. Wenn Sie Ihre Zustimmung zu Marketing-Cookies widerrufen, bedeutet dies nicht, dass Sie in der Folge weniger Inhalte sehen oder erhalten. Es bedeutet vielmehr, dass die Inhalte, die Sie sehen und erhalten, nicht individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.
linkedin.com
Annehmen
Decline
Leistungs-Cookies
Diese Cookies sammeln Daten über das Benutzerverhalten. Auf dieser Basis wird die Webseite bezüglich Inhalt und Funktionalität auf das allgemeine Nutzungsverhalten abgestimmt. Die gesammelten Informationen werden grundsätzlich in aggregierter Form weiterverarbeitet, es sei denn, ein Besucher hat einer personenbezogenen Auswertung gesondert ausdrücklich zugestimmt. Leistungs-Cookies werden ausschliesslich verwendet, um die Leistung der Website zu verbessern und das Online-Erlebnis auf die Bedürfnisse der Nutzer abzustimmen.
Google Analytics
Annehmen
Decline
Funktionale Cookies
Funktionale Cookies ermöglichen der Webseite, getätigte Angaben, wie z. B. den Benutzernamen oder die Sprachauswahl, zu speichern und dem Nutzer darauf basierend verbesserte und personalisierte Funktionen anzubieten. Die gesammelten Informationen werden ausschliesslich in aggregierter Form ausgewertet. Da wir Ihnen eine Website bieten möchten, die auf optimale Benutzerfreundlichkeit ausgelegt ist, empfehlen wir die Aktivierung dieser Cookies. Funktionale Cookies werden z. B. auch genutzt, um von Ihnen gewünschte Funktionen wie die Wiedergabe von Videos zu aktivieren.